Gütezeichen Kanalbau DVGW RSV rbv

SCHLAUCHLINING

Schlauchlining ist ein Verfahren zur Sanierung schadhafter Kanäle in den Nennweiten ab DN 150.

Bild oben: UV-Lichterkette
Bild unten links: Aufstellen des Liners
Bild unten rechts: fertiger Liner

EINSATZBEREICHE:
Schadensart: Undichtigkeiten, Korrosion, mechanischer Verschleiß, Risse
Sanierungsquerschnitt: DN 100 - DN 1200
Linermaterial: GFK
Sanierungslängen: bis 120 m
VORARBEITEN:
Außerbetriebsetzung: erforderlich
Reinigung: erforderlich
Prüfungen: evtl. Anschlussbaugruben
ABSCHLUSSARBEITEN:
Hausanschlüsse: öffnen, ggf. Abdichtung der Einbindung mit Robotertechnik, Hutstutzen oder offener Anbindung
Prüfungen: TV-Inspektion, Dichtigkeitsprüfung

Zunächst wird der Altkanal nach seiner Freischaltung und Reinigung mit einer TV-Kamera befahren. Dabei können Einzelschäden festgestellt werden, die zum Beispiel Infiltrationen verursachen, den Querschnitt einengen oder den Kanal punktuell statisch extrem schwächen.
Diese Schäden sind mittels geeigneter Verfahren zu beseitigen. Die anschließende Kalibrierung dient der richtigen Bemessung des Linermaterials. Der von RSC beim Schlauchlining eingesetzte GFK-Liner wird mit einer Zugwinde in den Altkanal eingezogen. Es lassen sich Installationslängen bis zu 500 m realisieren.
Dabei wird das Material durch eine äußere Gleitfolie vor mechanischer Beschädigung geschützt.
Das Aufstellen des Liners erfolgt mit Druckluft und sorgt für eine optimale Anpassung an die vorhandene Kanalwandung.
Die Aushärtung des verwendeten Harzes kann mit Hilfe von Wasserdampf oder UV-Licht erfolgen. Durch Einsatz spezieller Harze ist es möglich, den Schlauchliner auch bei besonders aggressiven Abwässern zur Anwendung zu bringen.
Mit dem Öffnen und Anbinden von Hausanschlüssen sowie der hinterlaufsicheren Einbindung des Liners in die Schächte wird der Sanierungsvorgang abgeschlossen.
Eine Dichtigkeitsprüfung, die TV-Inspektion sowie die Untersuchung der vorgeschriebenen Schlauchlinerproben dienen als Qualitätsnachweise beim Schlauchlining.